Rosenfreunde Tuebingen


Direkt zum Seiteninhalt

50 Jahre Freundeskreis

Der Freundeskreis




Vor 50 Jahren trafen sich in Tübingen 7 Gartenfreundinnen und beschlossen, einen Freundeskreis der Rosenfreunde zu gründen, der nach 3 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es fanden sich viele Interessierte. Nach wie vor dürfen wir bei Veranstaltungen Frau Margarete Karrer begrüßen, die sich vor 47 Jahren bei dieser Veranstaltung als Mitglied eingetragen hat! Anderen Mitgliedern mit ähnlich langer Mitgliedschaft ist dies aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr möglich.

Bei unserer Versammlung im Januar 2019 beschlossen wir, dieses Jubiläumsjahr durch mehrere Veranstaltungen auszukosten. Das letzte Treffen im November brachte uns dann bei der seit Jahren bewährten Bilderschau von Katrin Flechsig aus Neue die erlebten Freuden zurück.

Es begann mit einem sehr lebendigen "Festvortrag" von Herrn Ruf aus der Bioland-Rosenschule Ruf über biologischen Anbau und Pflege von Rosen unter Vermeidung von insektenschädlichen Mitteln. Unserem "Ruf" in das Restaurant Hofgut "Rosenau" in Tübingen, das von unserem Mitglied Ulf Siebert betrieben wird und jeden Monat unserem öffentlichen Rosenstammtisch Raum bietet, waren auf unsere Einladung hin auch zahlreiche Mitglieder der Regionalgruppe der Staudenfreunde gefolgt.

In der Öffentlichkeit präsentierten wir uns im Frühling und im Herbst beratend beim Pflanzentausch im Garten der Familie Gaebele in Mössingen. Ebenfalls in Mössingen liegt der 7 ha große naturnahe Rosenpark, den unsere Mitglieder Sibylle und Dr. Hartmut Gaebele seit 25 Jahren auf einem ehemaligen Müllplatz aufbauen. Dort führte unsere Leiterin Sibylle Gaebele an 10 Tagen im April intensive Rosenschnittkurse durch und konnte manchem "Neuling" die Vielfalt von Rosen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse nahebringen. Herr Dr.Gaebele brachte dort im Oktober dann sehr anschaulich die Hagebutten in ihren vielfältigen Formen nahe.

Der nächste Höhepunkt war unsere dreitägige Reise in den "Pfaffenwinkel-Gartenwinkel" am Starnberger See, auch ohne Jubiläum sehr zu empfehlen! Sie begann mit einem Besuch bei unserem ehemaligen Leiter Herrn Friedemann Binder, der uns in seiner neuen Heimat in Marktoberdorf-Hattenhofen mit dem Abspielen des Radetzky-Marsches und einem köstlichen Weißwurstfrühstück begrüßte. So waren wir gestärkt für die kommenden Ereignisse des Tages: Steingaden. Obwohl das Kloster wegen Renovierung offiziell nicht zugänglich war, kamen wir durch den Chorleiter der Klosterkirche in den Genuss einer sehr eindrücklichen Führung durch dieses Kleinod, das etwas im Schatten der nahen Wieskirche steht, zu Unrecht. Der Gewitterregen hatte rechtzeitig nachgelassen für die beiden Gartenbesuche in Steingaden, die uns wunderbare, vielfältige Eindrücke vermittelten. "Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies". Diesen Spruch lebt der Garten Böglmüller "am Teich", und in "Leimbachs kleiner Gartenwelt" konnten wir sehen, wie man auch in einem kleinen Hausgarten Unmengen von Rosen, Clematis und Stauden aufs Schönste vereinen kann. Beide Gartenfreundinnen verwöhnten uns in diesem Paradies dazu so sehr mit hausgemachten Kuchen, dass wir uns nur schwer trennen konnten. Die Fahrt ging weiter zu unserem Standquartier, dem Landgasthof "Zum Eibenwald", wo wir in idyllischer Umgebung sehr gut versorgt wurden. Der 200 m entfernte Paterzeller Eibenwald ist mit über 2000 Alt-Eiben, die z.T. 1000 Jahre alt sind, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschland, ein Gang über den beschilderten Eibenpfad, ein ganz besonderes Erlebnis, besonders frühmorgens noch vor dem Frühstück!

Der 2. Tag unserer Reise führte uns zunächst in das "Museum der Phantasie", gestiftet von Günter Buchheim, einem Sammler, Autor ( " Das Boot " ) und Künstler, das uns viele Stunden in den Bann zog. Danach ging es natürlich auf die Roseninsel im Starberger See. Zwar blühten im Juli dort kaum mehr Rosen, aber die Atmosphäre war unter den alten Bäumen sehr beruhigend. Den Abschluss dieses Tages machte ein Besuch auf dem Wieshof in Weilheim-Marnbach. Nach einer lehrreichen Führung im historischen Garten, der nach den Vorgaben Karls des Großen angelegt wurde, genossen wir ein Kräutermenue, vorbereitet aus den Schätzen des Gartens von Frau Doll, die nicht nur die Gartenbäuerin ist, sondern auch eine sehr kompetente und fröhliche Kräuterpädagogin.

Der 3. Tag brachte uns wieder auf den Heimweg über Bad Wörishofen und seinen überwältigenden Rosenpark. Man muss es gesehen haben! Wir trennten uns wieder einmal schwer, auch von Friedemann Binder, der uns wieder den Tag über begleitet hatte.
Unser Jubiläumsabschluss fand dann im Oktober statt. Ein Rosenmenue, kreiert vom Koch des Hofgut Rosenau, erwartete uns im festlich geschmückten Rosenzimmer. Zwischen den einzelnen Gängen erzählten die Mitglieder von ihren Lieblingsrosen oder der ungeliebtesten Rose, wurden Rosengedichte vorgetragen, die die Mitglieder mitgebracht hatten oder erfreuten uns an der Musik junger Solisten und würdigten die " über 30 Jahre -Mitglieder". Als Überraschung gab es zum Schluss eine Tombola, reich und bereitwillig unterstützt von Firmen, die nah und fern etwas mit Rosen zu tun haben. Ihnen allen noch einmal herzlichen Dank! Spät am Abend gingen wir fröhlich auseinander.

Sibylle Gaebele
Dezember 2019


Untermenü


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü